Common Data Element Katalog
0.2.0 - CI Build
Common Data Element Katalog - Local Development build (v0.2.0). See the Directory of published versions
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Die Conceptual_Domain (CD) nach ISO/IEC 11179-3 bildet ein starres semantisches Gerüst, um diejenigen Datenelemente herum mit denen sie verknüpft ist. Wenn die CD einen Kontext präzise definiert, wird die Verwendungsmöglichkeit von Datenelementen eingeschränkt.
Diese Einschränkung ist insbesondere dann notwendig, wenn Common Data Elements (CDEs) mehrfach zur Datenerhebung genutzt werden oder die erhobenen Daten, an anderer Stelle wiederverwendet werden sollen. In diesem Implementierungsleitfaden werden mit Hilfe der FHIR-Ressource 'Observation' und dem enthaltenen Element 'Observation.category' CDs modelliert. Dadurch wird eine hierarchische Struktur aufgebaut, die eine Klassifizierung und Sortierung von semantisch ähnlichen CDEs ermöglicht.
Man kann sich das semantische Gerüst das durch CDs geschaffen wird, wie einen Baum vorstellen. Den Wurzelknoten stellt der CDE-Katalog selbst dar. Für die oberste hierarchische Ebene werden die von FHIR bevorzugten Beobachtungskategorien (Social History, Vital Signs, Laboratory usw.) verwendet und können als die Äste des Baumes bezeichnet werden. Die abgehenden Zweige werden durch CDs definiert. Zur Definition der konzeptionellen Domänen werden frei gewählte Ontologie und Terminologiesysteme genutzt. An den Enden dieser Zweige befinden sich einzelne semantisch ähnliche CDEs (Blätter). Praktisch wird dies durch Slicing des Elements 'Observation.category' umgesetzt.
Wird am Ende eines Zweiges ein weiterer Zweig (Slice) angehängt, ist es zwingend erforderlich, alle vorherigen Verzweigungen zu berücksichten und zu unterstützen. Folgende Constraints sind für die Elemente der Observation-Ressource festgelegt worden:
* ^abstract = true). Die Profile tragen bisher den Status "Entwurf" (* ^status = #draft).
category ^slicing.ordered = true) vorgeschrieben sowie die Regel, dass Zweige nur am äußersten Ende erweitert werden können (^slicing.rules = #openAtEnd) können. Das bedeutet CDEs bleiben stets an dem jeweiligen Zweig hängen, dem sie einmal zugeordnet wurden. Damit soll verhindert werden, dass ein CDE außerhalb des ursprünglich gedachten Kontextes verwendet wird.
* category[{categoryName}].coding 1..*). Das 'coding'-Element selbst besteht stets aus exakt einem Code und dem dazugehörigen Codesystem. Es ist jedoch möglich einem Slice, weitere Codings hinzuzufügen.
Mit den oben aufgeführten Regeln lassen sich abstrakte Profile entwickeln, die geordnete, verkettete Konzepte enthalten. Wenn es möglich war, wurde dabei als Terminologie SNOMED CT verwendet, jedoch stellte sich heraus, dass z. B. Laborwerte von der Clinical Measurement Ontologie (CMO) 'besser' abgebildet werden. Teilweise bietet sich auch der NCI Thesaurus an, um logische semantische Conceptual_Domains zu definieren.
Bei der Auswahl von Terminologien oder Ontologien, wurde ein größerer Wert darauf gelegt, dass das Data_Element_Concept (Zielkonzept) 'bestmöglich' abgebildet wird, anstatt sich zwingend für ein bestimmtes (populäres) Codesystem zu entscheiden. Da einzelne Slices durch weitere Codings ergänzt werden können, sollte dies in Zukunft nicht zu Problemen führen. Die Möglichkeit weitere Codings hinzuzufügen, kann als eine Art "Tagging" der einzelnen Verzweigungen innerhalb einer Conceptual_Domain gesehen werden. Ziel ist es dadurch, die Auffindbarkeit von CDEs zu verbessern, bzw. auch "Domänenfremden" die Suche nach CDEs zu erleichtern.
Ein praktisches Werkzeug für die Entwicklung von CDs, ist die (OLS Ontologie Search)[https://www.ebi.ac.uk/ols/index] des European Bioinformatics Institute, weil es die Suche nach Termen in mehrere Ontologien gleichzeitig erlaubt und man diese schnell vergleichen kann.
Das Data_Element_Concept (DEC) benennt die konkrete "Sache" den ein Data_Element misst, bzw. enthält. Zum Beispiel enhält ein Datenelement, mit dem DEC "Alter" stets eine Zeitdauer, welche von dem Zeitpunkt der Existenzwerdung bis zu einem chronologisch späteren Bezugszeitpunkt gemessen wird.
Diese ungewöhliche Definition für "Alter" ist an dieser Stelle absichtlich so gewählt worden. Im Allgemeinen geht man in der medizinischen Forschung oder Gesundheitsversorgung davon aus, dass es sich um das chronologische Alter einer Person handelt. Jedoch wird dieser Kontext implizit angenommen und ist insbesondere für die computergestützte Verarbeitung nicht trivial. Des Weiteren ist auch der Bezugszeitpunkt für die Interpretation des enthaltenen Wertes von entscheidender Bedeutung.
Das DEC wird mit dem FHIR Element 'Observation.code' dargestellt und ist direkter Bestandteil der CDE-Profile, die hier im Katalog als CDEs im Sinne von Forschungsdatenelementen bezeichnet werden. Die Observation-Ressource gibt vor, dass exakt ein 'code' als Datentyp 'CodeableConcept' vorhanden sein muss. Der Typ CodeableConcept besteht wiederum aus den beiden Elementen 'text' und 'coding'.
Das 'text'-Element dient zur Repräsentation des DEC in menschenlesbarer Sprache. Da maximal nur ein 'text'-Element in 'code' vorhanden sein darf, wurde entschieden, hier den bevorzugten Anzeigetext des jeweiligen Codes aus dem entsprechenden Codesystem in englischer Sprache als Wert zu setzen. Außerdem wurde für die CDEs dieses Katalogs die Kardinalität von 'text' auf 1..1 und "must be supported" gesetzt. Dies soll dazu dienen, dass die ursprüngliche textuelle Beschreibung des DEC z.B. bei einer Wiederverwendung des CDEs nicht verloren geht. Damit soll insbesondere sichergestellt werden, dass eine menschliche Überprüfung zwischen texueller Beschreibung und hinzugefügten 'codings' möglich ist. Wie im oberen Abschnitt Conceptual_Domain bei 'category.coding' beschrieben, ist auch hier das Hinzufügen weiterer 'coding'-Elemente möglich.
Beispiel für das Data_Element_Concept "Age" mit dem NCI Thesaurus

Beispiel für das Daten_Element_Concept "Age" mit dem NCI Thesaurus

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Die Value_Domain (VD) repräsentiert den eigentlichen Wert, den ein Data_Element misst oder enthält. Zur Darstellung von Werten steht in der Observation-Ressource das Element value[x] zur Verfügung. Value[x] kann die Form von 12 verschiedenen Elementen (Datentypen) annehmen, einige davon sind folgende:
Die In diesem Datenkatalog werden folgende VD-Typen differenziert und mit unterschiedlichen FHIR-Elementen modelliert:</p>
</p>
Die quantitative VD repräsentiert den Wert eines Data_Elements in Form Zahl (Float oder Integer). und einer entsprechenden Maßeinheit.
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</ul>
Im vorherigen Abschnitt wurde erwähnt, dass das DECs die Zielkonzepte von Conceptual_Domains sind, die bestmöglich abgebildet werden sollen. Laut der ISO/IEC 11179-3 wird bildet ein DEC verknüpft mit einer Value_Domain (VD) ein neues Data_Element (DE = DEC + VD). Genau genommen müsste jede Änderung der Attribute von DEC oder VD zu einem neuen Data_Element führen.
Es ist viel mehr so, dass der Kontext (also die Conceptual_Domain) sowie das Universum in dem gemessen wird von entscheidener Bedeutung Das Alter kann von PersonenWelche Sache DEC ist also stark abhängig Subjekt oder Objekts enthält also stets eine Zeitspanne von Beginn der Existenz eines Subjekts bis